Der Atlantische Kabeljau (Gadus morhua) gehört zur Familie der Dorsche (Gadidae) und wird im kommerziellen Kontext häufig einfach als „Kabeljau“ oder „Jungdorsch“ bezeichnet. Er ist neben dem Pazifischen Kabeljau und dem Grönland-Kabeljau eine von drei Arten aus der Gattung Gadus.
Der Atlantische Kabeljau ist leicht an seiner Färbung zu erkennen – diese changiert von grünlich bis braun mit dunklen Flecken auf Rücken und Flanken, während die Unterseite silbrig hell ist. Eine ausgeprägte Seitenlinie, die der Wahrnehmung von Bewegungen und Vibrationen im Wasser dient, verläuft entlang jeder Körperseite.
Kabeljau ist eine Schwarmfischart, die oft große Gruppen bildet, die nach Größe strukturiert sind. In diesen Schwärmen übernehmen die größeren Tiere die Rolle von Kundschaftern und führen die Gruppe an.
In isländischen Gewässern gilt der Kabeljau als bodennaher (demersaler) Fisch, der typischerweise in Tiefen zwischen 100 bis 250 Metern vorkommt, obwohl sie in Tiefen von bis zu 600 Metern oder mehr leben können. Sie besiedeln eine Vielzahl von Meeresböden, von schlammigen über felsige Untergründe bis hin zu korallenreichen Gebieten.
Kabeljau ist ein opportunistischer Fresser – bekannt für seinen großen Appetit und dafür, dass er keine großen Ansprüche an die Art seiner Nahrung stellt. Er ernährt sich von nahezu allem, was er schlucken kann, einschließlich kleinerer Artgenossen. Ihr großes Maul, das markante Kinn mit dem sichtbaren „Bart“ (einer Sinnesbartel) und ihr stromlinienförmiger Körper machen sie zu effektiven Räubern.
Diese Fische können bis zu 24 Jahre alt werden – einzelne Exemplare haben sogar ein Alter von 29 Jahren erreicht. Sie können beeindruckende Größen erreichen, wobei viele Exemplare Längen von über 100 cm erzielen. Tatsächlich war der größte in isländischen Gewässern aufgezeichnete Kabeljau 186 cm lang; er wurde im Jahr 1998 gefangen.
In Island besitzt der Kabeljau (isländisch: þorskur) eine große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung und ist sogar auf der isländischen Kronenmünze abgebildet.
Die Innovation von Kerecis: Die Heilkraft des Atlantischen Kabeljaus
Kerecis ist ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das Fischhaut vom Kabeljau in seinem zukunftsweisenden Ansatz zur Unterstützung der Geweberegeneration und Wundheilung einsetzt. Kerecis ist in Island ansässig und nutzt die einzigartigen Eigenschaften von Kabeljauhaut zur Herstellung medizinischer Produkte, insbesondere zur Behandlung chronischer Wunden, Verbrennungen und chirurgischer Wunden.
Kabeljauhaut ist homolog zur menschlichen Haut und stellt daher ein ideales Material zur Förderung der natürlichen Heilung dar, während sie gleichzeitig Risiken vermeidet, die mit Produkten tierischen Ursprungs von Säugetieren verbunden sind, wie etwa die Übertragung von Krankheiten oder Immunabwehrreaktionen. Zudem ist Fischhaut ökologisch nachhaltiger, da sie Nebenprodukte aus der Fischereiindustrie einer neuen Verwendung zuführt.
Die auf Fischhaut basierenden Produkte von Kerecis haben bemerkenswerte Ergebnisse gezeigt, indem sie die Wundheilung beschleunigen und die Heilungschancen verbessern – insbesondere bei Patienten mit diabetischen Fußgeschwüren, venösen Beinödemen und anderen schwer heilenden Wunden. Das Produkt bietet eine einzigartige Kombination aus biologischer und mechanischer Unterstützung, welche die körpereigenen natürlichen Heilungsmechanismen verstärkt.
Wissenswertes über den Atlantischen Kabeljau
- Art: Der Atlantische Kabeljau (Gadus morhua) ist neben dem Pazifischen und dem Grönland-Kabeljau eine von drei Arten der Gattung Gadus.
- Verbreitungsgebiet: Kommt in den kalten Gewässern des Nordatlantiks vor, von Nordamerika bis Nordeuropa.
- Größe: Typischerweise 50–100 cm, kann aber bis zu 2 Meter Länge und über 90 kg Gewicht erreichen.
- Farbphasen: Kann grau-grün oder rötlich-braun erscheinen, abhängig von der Tiefe und dem Lebensraum.
- Textur & Geschmack: Geschätzt für sein mildes Aroma und sein blättriges, festes weißes Fleisch.
- Laichverhalten: Weibchen können während einer einzigen Laichsaison bis zu 9 Millionen Eier ablegen.
- Wachstum: Junge Kabeljaue wachsen in den ersten Jahren schnell und erreichen die Geschlechtsreife zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr.
- Lebensspanne: Einige Atlantische Kabeljaue werden über 20 Jahre alt; seltene Exemplare haben 29 Jahre erreicht.
- Lebensraum: Bodenfisch (demersal) – lebt in der Nähe des Meeresbodens, oft über Kies-, Sand- oder felsigem Untergrund.
- Tiefenbereich: Kommt üblicherweise in Tiefen zwischen 100 und 250 Metern vor, kann aber auch in bis zu 600 Metern Tiefe überleben.
- Jungfischzonen: Junge Kabeljaue bleiben zum Schutz und wegen der wärmeren Temperaturen oft in flachem Wasser (10–30 Meter).
- Ernährung: Opportunistische Raubfische – sie fressen Fische, Krebstiere und manchmal sogar kleinere Artgenossen.
- Verhalten: Kabeljaue bilden große, nach Größe strukturierte Schwärme, wobei größere Fische bei Fresswanderungen oft die Führung übernehmen.
- Migration: Nach dem Laichen in tieferen Gewässern wandern die Fische in den Sommermonaten zur Nahrungssuche in Küstennähe.
- Anpassungsfähigkeit: Kabeljaue tolerieren eine Vielzahl von Bodenbeschaffenheiten, von Schlamm bis hin zu korallenbedecktem Gelände.
- Wirtschaftlicher Wert: Der Kabeljau ist eine der wichtigsten kommerziellen Fischarten und stützt seit Jahrhunderten die Fischereiindustrie.
- Kulturelle Bedeutung: Er ist eine Ikone in Regionen wie Island, Neufundland und Portugal und prägt dort die Küche, Währungen und Folklore.
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In der Ortschaft Ísafjörður im Nordwesten Islands entwickelt, produziert und vertreibt Kerecis – mit behördlichen Zulassungen in den USA, Europa und anderen Ländern – patentierte Medizinprodukte aus Fischhaut, die die Regeneration von Weichgewebe im Körper unterstützen.